Gesichtsfaltenkorrektur – Du siehst immer noch so jung aus!

Gesichtsfalten bestimmen wie kein anderer Faktor, wie alt ein Mensch wahrgenommen wird. Die Faltenbehandlung ist effektiv und anhaltend, wie nachgewiesen werden konnte. Wie entstehen Falten? Welche Rolle spielen sie im Alltag? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Ein Klassentreffen

Einerseits hatte sich Nicole sehr auf das Klassentreffen gefreut, denn sie war neugierig, die Menschen wiederzusehen, mit denen sie vor über 20 Jahren zur Schule gegangen war. Andererseits war ihr klar, dass sie so deutlich wie sonst nie mit den Auswirkungen der vergangenen Jahre konfrontiert sein würde. Sie würde die eigene berufliche Entwicklung im Vergleich zu denen der anderen sehen: Karriere, Einkommen, vielleicht auch Titel. Die meisten hatten bestimmt lange schon geheiratet, Familien gegründet, waren verantwortungsvolle Eltern von mehreren Kindern. Wie anders als damals, als man zusammen die Schule beendete, als man gerade lernte, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

So fuhr Nicole schon mit gemischten Gefühlen zum Treffpunkt, von dem aus man später gemeinsam losziehen und die Schule besichtigen wollte.
Als sie ankam, hatten sich einige Ehemalige schon in Gruppen zusammengestellt. Nicole begann beim Anblick ihrer früheren Mitschüler reichlich überfordert, die Eindrücke, die auf sie einprasselten, zu verarbeiten. Überfordert deshalb, da sie die Eigenarten ihrer Schulkameraden auch nach so langer Zeit sofort wiedererkannte, die Gesichter aber ihr zugleich so vertraut und gleichzeitig so fremd vorkamen. Sie entschied sich letztendlich einfach dafür, dieses merkwürdige Gefühl anzunehmen, das sie nicht benennen konnte.

Sie erkannte schließlich Corinna, die etwas abseits stand und telefonierte. Nicole hatte früher mit ihr verschiedene Schulkurse besucht und sie hatten sich gut verstanden, aber nach dem Abschluss aus den Augen verloren.
Als sie sich Corinna näherte, beendete diese gerade ihr Telefonat und versenkte ihr Mobiltelefon in einer auffallend edlen Handtasche.
Nachdem auch Corinna sie erkannt hatte, begrüßten sie sich herzlich und setzten sich auf die Bank, die nur ein paar Schritte entfernt stand.

„Du siehst toll aus, so jung geblieben! Was machst du inzwischen?” fragte Nicole.
„Danke, du auch! Ich hab mich als Friseurmeisterin selbständig gemacht und muss mich inzwischen um einige Salons kümmern.”, antwortete Corinna auskunftsbereit.
„ Wow! Ja, das sieht man,” unterbrach Nicole sie, „deine Haare sind wirklich perfekt und dein Kleid steht dir fantastisch, ehrlich!”
„Danke dir! Was machst du denn?”
„Ich hab ein paar Semester Biologie studiert, hab dann auf Psychologie gewechselt, meinen Abschluss gemacht und eine Stelle an der Uni gefunden.”
„Wie schön! Schau nur, erkennst du sie alle noch?”
Ihr Blicke gingen hinüber zu der Gruppe. Ein verhaltenes Gespräch hatte sich dort entsponnen. Anhand der Satzfetzen, die herüber drangen, konnte Nicole erkennen, dass es um irgendein belangloses Gesprächsthema ging. Man unterhielt sich zunächst noch wie Fremde über Oberflächlichkeiten und Offensichtlichkeiten. Anders als Corinna und sie, die sich auf Anhieb wieder wie noch zu Schulzeiten verstanden.
„Corinna, schau mal, wie sie sich verändert haben, zugelegt haben sie, fast alle. Und die Haare. Da gäbe es für dich auch nicht mehr so viel zu schneiden wie damals, oder?”, bemerkte Nicole kritisch.
„Ja, tatsächlich, die Bärte sind grau und Haare schon teilweise recht dünn.”, lachte Corinna, „Und Ergin hat sogar eine Halbglatze!”
„Das ist nicht lustig, Corinna! Schau dir die Frauen an. Als wären alle plötzlich gealtert, gestern noch der Schulabschluss und zack – heute alt. Du weißt schon, was das bedeutet, nicht?”
Die früheren Mitschüler gealtert zu sehen, war für Nicole ein sehr aufdringlicher und penetranter Anblick, der den gut verdrängten Gedanken an das eigene Altern unbarmherzig an die Oberfläche des eigenen Bewusstseins zerrte.
„Ja, ich weiß. Wir sind auch alt geworden. Immerhin haben wir kein Doppelkinn bekommen.”, befand Corinna erleichtert und warf ihrer Gesprächspartnerin einen verstohlenen Blick zu, um ihre voreilige Behauptung zu überprüfen. Nicole, die dies bemerkt hatte, musste lachen.

„Schau, die Nina, immer noch im Mittelpunkt. Sie scheint ja was Tolles zu erzählen.”, sagte Corinna schnell, denn die Situation war ihr sichtlich unangenehm.
„Ja, sicher. Sie redet über sich. Aber dafür, dass sie sich so stolz in die Brust wirft, machen nicht nur die Falten auf ihrer Stirn sondern das ganze Gesicht einen ziemlich sorgenvollen Eindruck.”, merkte Nicole ein wenig schadenfroh an.
„Du meinst die Sorgenfalten, die heißen ja auch so. Nicole, kannst du als Psychologin etwa die wahren Gefühle aus dem Gesicht und der Körpersprache lesen? Das will ich auch können!”
„Naja, ein bisschen, wir können es ja mal probieren. Schau dir mal Stefan an, er lacht. Corinna, was meinst du, findet er Nina lustig?”
„Hmm. Seine Mundwinkel sind oben, aber seine Augen lachen nicht mit. Das ist ein falsches Lachen, glaube ich.”
„Ja, stimmt. Die Lachfalten an den Augen fehlen völlig.”, gab Nicole ihren Beobachtungen recht.
„Genau, die Krähenfüße. Nicole, ist es wirklich so, dass Falten zurückbleiben, wenn man oft einen bestimmten Gesichtsausdruck macht?”
„Nein, die Falten entstehen aus anderen Gründen. Vor allem durch das Altern.”, fing Nicole an zu antworten, wurde aber gleich wieder von Corinna unterbrochen: “Es sind schon viele neue Falten in diesen Gesichtern dort entstanden, findest du nicht auch?”
„󠅳Oh ja, bei den Männern sind es eher die Haare, die sie so viel älter aussehen lassen. Aber bei den Frauen scheinen doch die Falten der wichtigste Grund dafür zu sein, vor allem die an Stirn und Augen.”, fasste Nicole den sich bietenden Anblick zusammen.
„Du meinst die Sorgenfalten, Zornesfalten auf der Stirn und die Krähenfüße an den äußeren Augenwinkeln? Das finde ich jetzt gar nicht so sehr. Die Falten um den Mund machen viel mehr aus, dass jemand alt wirkt, finde ich. Die Nasolabialfalten, die Marionettenfalten und die Barcodefalten.“ Beim letzten Wort ihrer Ausführung lachte Corinna auf und Nicole lachte mit.

„Was für Falten? Barcodefalten? Woher weißt du überhaupt, wie die Falten alle heißen?“, fragte Nicole sichtlich amüsiert.
„Von meiner Kosmetikerin. Die weiß sowas alles. Die Nasolabialfalten sind bei den meisten Menschen am deutlichsten zu sehen. Das sind die Falten, die schräg von den Mundwinkeln zur Nase hochziehen und die man besonders sieht, wenn man grinst oder lacht. Von den Mundwinkeln nach unten ziehen die Marionettenfalten, gut zu merken, weil sie wie die Begrenzungen der beweglichen Münder von manchen Marionetten verlaufen. Man nennt sie auch Merkelfalten, warum, kannst du dir denken. Die machen so einen traurigen Gesichtsausdruck, die sind echt nicht schön.
Und ja, die Barcodefalten entstehen auf der Oberlippe, wenn du die Lippen spitzst, wie beim Pfeifen, und so nebeneinander aufgereiht sehen sie aus wie ein Barcode. Und auch lustig finde ich die Bezeichnung für die Fältchen, die auf dem Nasenrücken liegen und auf beiden Seiten zu den Augenwinkeln ziehen. Weißt du, wie die heißen?”
Nicole schüttelte den Kopf.
„Bunny lines! Wie beim Häschen. Dann gibt es noch die Mentalfalte am Kinn, die Halsfalten und die Augenliderfalten, aber die sind eher nicht so wichtig, finde ich.”, erklärte Corinna eifrig, wobei sie auf die jeweiligen Hautbereiche deutete.
Nicoles Blick blieb deshalb gebannt auf Corinnas Gesicht gerichtet, bis sie nach einer Weile eine Erkenntnis traf: „Jetzt kapier ichs! Du hast kaum Falten im Gesicht, deshalb schaust du so jung aus! Wie hast du das denn hingekriegt?”
„Meine Kosmetikerin kriegt das mit Hyaluronsäure irgendwie immer so super hin. Sie weiß perfekt, wie sie das machen muss, dass es so natürlich aussieht.”, gab Corinna sichtlich geschmeichelt zu.
„Oh, ich glaube das wäre nichts für mich, Corinna. So gut das aussieht, mich alle paar Wochen stechen zu lassen, wäre mir zu viel Nadel. Diese überschüssige Hyaluronsäure wird ja sicher super schnell abgebaut, so dass der Effekt schnell nachlässt.”
„Nein, so schnell geht das nicht! Ich wusste auch nicht so viel über das Thema Falten und ihre Behandlung. Oft wissen nicht einmal die Kosmetiker, wie das alles genau funktioniert. Ich bin so froh, dass ich meine Kosmetikerin gefunden habe, sie weiß so viel und erklärt dir alles. Am besten, ich gebe dir ihre Telefonnummer und du lässt dich einmal beraten, das macht die sogar kostenlos!”
„Echt? Das ist ja unglaublich!”, fragte Nicole jetzt doch neugierig. “Was hat sie dir denn alles erklärt?”
„Alles. Wie Falten entstehen, wie man sie behandeln kann und sogar über eine Studie, in der untersucht wurde, wie gut der Behandlungserfolg war und wie lange der angehalten hat.”
„Das klingt super interessant! Magst du es mir erzählen? Wir haben Zeit, während wir zur Schule wandern.”
„Na klar, sehr gerne. Aber hier erstmal ihre Karte, ihre Nummer ist 089 / 99 16 22 41. Pass auf, das ist so…”

Gesichtsfalten

Wie entstehen Gesichtsfalten?

Wie ist die Haut aufgebaut?

Die Haut des Menschen besteht aus verschiedenen Schichten, wobei jede Schicht eine andere Aufgabe erfüllt.
Im Groben unterscheidet man die Oberhaut (Epidermis) von der Lederhaut (Dermis). Betrachtet man die Oberhaut unter dem Mikroskop, besteht sie von außen nach innen aus der Hornschicht, der hellen Schicht, der Körnerschicht, der Stachelzellschicht und der Basalschicht.
Die Hornschicht der Oberhaut dient dem mechanischen Schutz, ist eine effektive Keimbarriere und macht die Haut praktisch auch undurchdringlich für Flüssigkeiten und Cremes.
Die Dermis besteht mikroskopisch aus zwei Schichten, außen liegt die Papillarschicht, innen die Netzschicht. Die Papillarschicht ist gut durchblutet und mit Nerven durchzogen, reguliert die Temperatur und leitet Hautreize weiter.
Für die Faltenbildung ist die Netzschicht von besonderer Bedeutung. Denn die Netzschicht bestimmt die Elastizität der Haut. Die netzförmig angeordneten zugfesten Fasern sind hier untereinander mit elastischen Fasern verbunden. Wird die Haut gedehnt, begrenzen die festen Fasern die Dehnungsweite. Sobald die dehnende Kraft nicht mehr auf die Haut einwirkt, bringen die elastischen Fasern die zugfesten Fasern wieder in die ursprüngliche, glatte Position zurück.
Gerade die Gesichtshaut ist normalerweise sehr elastisch, weil sie sich mit der Gesichtsmuskulatur mitbewegen muss. Wir könnten auch unseren Mund nicht gut öffnen, wäre die Gesichtshaut nicht elastisch. Was eine wirklich feste Haut im Gesicht für Folgen hätte, kann man an Patienten sehen, die große narbige Gesichtshautbereiche nach Unfällen oder Verbrühungen haben.
Lässt die Elastizität in der Haut nach, besonders im Gesicht, dann entstehen dort Falten.

Was beeinflusst die Elastizität der Haut?

Ein bisher unbeeinflussbarer Faktor der Elastizität der Haut ist die Genetik. Die vererbten Eigenschaften der Haut eines Menschen, vor allem die Menge und Beschaffenheit der elastischen Fasern, bestimmen die Faltenbildung maßgeblich.

Das Alter verändert die Haut bei jedem Menschen mehr oder weniger. Mit zunehmendem Alter wird die Haut immer dünner und die Elastizität nimmt ab. Bei Säuglingen ist die Haut extrem elastisch, beim alten Menschen bleiben abgehobene Hautfalten dagegen länger stehen.

Nicht genetische, beeinflussbare Faktoren der Elastizität der Haut sind:

  1. Der Flüssigkeitsgehalt
    Der Flüssigkeitsgehalt der Haut spielt bei der Elastizität eine große Rolle. Ist die Haut ausgetrocknet, wird sie weniger elastisch. Typischerweise kann man dann Hautfalten abheben, die stehen bleiben und nicht sofort wieder in die glatte Ebene zurückgleiten.
  2. Die Dicke der Hornschicht
    Die Elastizität der Haut nimmt mit der Dicke der Hornschicht ab, daher sind mechanisch belastete Hautareale oft steif und rissig. Besonders deutlich zeigt sich das an den Fußsohlen.
  3. Kurzwelliges ultraviolettes Licht
    Das energiereiche UV-Licht der Sonne schädigt auch die elastischen Fasern im Gewebe, so dass die Elastizität der Haut durch die Strahlung abnimmt.
  4. Narben
    Narbengewebe besteht hauptsächlich aus festem, kollagenem Bindegewebe, das nicht elastisch ist. Daher sind vernarbte Hautareale starr und wenig elastisch.
  5. Giftstoffe
    Alkohol und insbesondere Nikotin haben erwiesenermaßen einen negativen Einfluss auf die Faltenbildung und allgemein auf das Altern der Haut.

Was bewirken Gesichtsfalten?

Falten im Gesicht bestimmen wie kaum ein anderer Faktor, wie alt ein Mensch aussieht.

Manche Namen der Falten, etwa der der Zornesfalte, machen schon deutlich, dass mit ihrem Auftreten ein bestimmter Gefühlsausdruck verbunden wird.
Eine solche Falte ist jedoch nicht deshalb permanent dort entstanden, weil der betroffene Mensch häufig einen derartigen Gesichtsausdruck gemacht hat, auch wenn das manchmal behauptet wird.
Und trotzdem wirkt es für andere Menschen, die den Träger einer Zornesfalte betrachten, so, als würde dieser nicht so freundlich schauen, wie vielleicht gedacht.
Wer möchte schon als immer zornig oder immer traurig wahrgenommen werden?

Aspekte der Gesichtsfaltentherapie

Die Bildung und das Vorhandensein von Gesichtsfalten ist glücklicherweise kein unabänderliches Schicksal. Man kann Falten in ihrer Entstehung hemmen und ihr Vorhandensein reduzieren. Zur Behandlung von Gesichtsfalten stehen verschiedene Therapien zur Verfügung:

Botox

Die Falten im Gesicht vertiefen sich durch bestimmte Bewegungen der darunterliegenden Gesichtsmuskeln. Beim Bewegen der Stirnmuskeln entstehen beispielsweise teils tiefe Zornesfalten oder Sorgenfalten. Durch eine wohl dosierte örtliche Hemmung der Muskelkraft können extreme Muskelbewegungen verhindert werden, indem man die richtige Menge an Botolinumtoxin in die betroffenen Hautstellen einspritzt. Dieses Medikament blockiert die Reizleitung am Muskel und verhindert so die Faltenbildung.

Laser

Die Laserbehandlung erzeugt winzige Areale von großer Hitze auf der Hautoberfläche (ablative Laser) oder im Hautgewebe (nicht ablative Laser), was zu gewünschten Mikroschädigungen des Gewebes führt. Die regenerative Narbenbildung hat einen festigenden Effekt auf das Gewebe, da hier als Ersatzgewebe festes Kollagen entsteht. So wird die Haut gestrafft und Falten werden reduziert. Eine Zunahme der Elastizität der Haut darf man durch die Lasertherapie nicht erwarten.

Filler

Bei der Fillertherapie wird ein flüssigkeitsreiches Gel als Unterpolsterung der faltigen Haut eingespritzt.
Üblicherweise verwendet man hierfür Hyaluronsäure. Hyaluronsäure ist eigentlich ein Vielfachzucker aus langkettigen Molekülen, die in der Lage sind, unheimlich viel Wasser an sich zu binden, nämlich pro einem Gramm Hyaluronzucker ca. sechs Liter Wasser
Wie unglaublich viel das ist, erkennt man, wenn man sich anhand von Alltagsgegenständen vorstellt, dass ein Gramm Hyaluronsäure dem Gewicht einer Büroklammer entspricht und sechs Liter Wasser natürlich dem Volumen von sechs 1 Liter Packungen Milch.
Hyaluronsäure ist ein körpereigener Baustoff, der beispielsweise als natürliches Gleitmittel Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit und des Gelenkknorpels ist und den entscheidenden Teil des Glaskörpers im Auge ausmacht. Außerdem hilft Hyaluronsäure Zellen bei der aktiven Bewegung durch das Gewebe, auch hier quasi wie ein Schmiermittel.
Durch das Auspolstern der Falten von innen mit diesem natürlichen, hochpotenten Gel, können auch tiefe Falten aufgefüllt und unsichtbar gemacht werden, daher der Name Filler.
Hyaluronsäure wirkt hier eben nicht nur dadurch, dass sie den Volumenverlust der Haut ausgleicht, sondern sie erhöht auch die Flüssigkeitskapazität der Haut.
Die Zuckermolekülketten, aus denen die Hyaluronsäure besteht, können einzeln vorliegen oder untereinander vernetzt sein. Je mehr die Zuckermolekülketten untereinander vernetzt sind, desto zähflüssiger wird das Hyalurongel. Dies kann dazu führen, dass das injizierte Gel vermehrt am Injektionsort verbleibt und sich nicht ungewollt in der Umgebung verteilt.

Das Unterspritzen von Gesichtsfalten mit Hyaluronsäure ist eine einfache und bewährte Methode. Dadurch, dass die Hyaluronsäure als körpereigener Mehrfachzucker auch natürlich abgebaut wird, ist die Haltbarkeit des Effekts einer Hyaluron-Gesichtsfaltenbehandlung von großem Interesse.
Zur Beantwortung dieser Frage benötigt man jedoch zunächst eine standardisierte Systematik, nämlich eine Einteilung für die gemessene Faltentiefe und deren mögliche Verbesserung durch eine Therapie.

Wie misst man die Verbesserung der Gesichtsfalten?

Um die Tiefe von Nasolabialfalten korrekt einzuteilen und dadurch vergleichen zu können, steht für die klinische Anwendung die modifizierte Fitzpatrick Wrinkle Scale (MFWS) zur Verfügung.
Diese Klassifikation teilt die Tiefe der Nasolabialfalten, also die schräg verlaufende Falten zwischen den Mundwinkeln und der Nase, zunächst in drei Grade ein:

  • Grad 1
    Feine Falte: sichtbare Falte mit leichter Einsenkung von < 1 mm.
  • Grad 2
    Moderate Falte: Gut sichtbare Einsenkung zwischen 1 mm und 2 mm
  • Grad 3
    Tiefe Falte: Tiefe und gefurchte Einsenkung über 3 mm
  • Grad 0
    wird in der MFWS definiert als glatte Haut, also als fehlende Falte.

Zusätzlich können zur Feinabstufung bei Bedarf noch Zwischengrade in die Scala integriert werden:

  • Grad 0,5
    Sehr flache, aber sichtbare Falte
  • Grad 1,5
    Sichtbare Falte und deutliche Einsenkung < 1 mm
  • Grad 2,5
    Prominente und sichtbare Falte zwischen 2 mm und 3 mm Tiefe

Es konnte gezeigt werden, dass die MFWS eine verlässliche Methode zur quantitativen Erfassung von Gesichtsfalten darstellt und so wird sie auch für Untersuchungen häufig verwendet.

Wie lange hält der Effekt einer Hyaluronbehandlung von Gesichtsfalten?

Hyaluronsäure ist eine natürliche, körpereigene Substanz

Als körpereigener Baustein unterliegt die Hyaluronsäure auch den Umbauprozessen des Körpers, der ununterbrochen Stoffe abbaut und neu produziert.

Wird ein MEHR an Substanz vom Körper nicht bald abgebaut?

Es stellt sich also die Frage, ob ein Glättungseffekt, der durch das Unterspritzen von Hyaluronsäure eingetreten ist, auch anhält. Könnte es sein, dass die Hyaluronsäure vom Körper bald einfach abgebaut wird, da sie ja eigentlich mehr Volumen bedeutet, als für diesen Körper normal ist? Könnte der Glättungseffekt bald verschwinden?
Falls ja, wie schnell? Nach sechs Monaten? Nach einem Monat? Nach zwei Wochen? Oder etwa schon nach einigen Tagen? Das hat man in einer Studie untersucht.

Studie: Wahrgenommene Natürlichkeit des Gesichtsausdrucks nach Injektion von Hyaluronsäure-Filler in Nasolabialfalten und im unteren Gesicht

Das Studienziel: Wie natürlich, attraktiv und alt wird man nach einer Faltentherapie in bestimmten Abständen wahrgenommen?

In einer 2019 publizierten Studie wurde nach einer Hyaluronfillertherapie der Nasolabialfalten der Gesichtsausdruck nach Ablauf von definierten Zeitspannen beurteilt. Man dokumentierte nach jeder Zeitspanne, ob die Falten noch glatt waren und wie natürlich, attraktiv und alt die Kunden dadurch wahrgenommen wurden.

Die Falten wurden um einen Grad in der MFWS Scala verbessert

63 Personen (60 Frauen, 3 Männer, 35 – 65 Jahre alt) mit moderaten bis tiefen Nasolabialfalten (MFWS Grad 2 bis 3) erhielten eine Hyaluron-Filler-Therapie, so dass die Nasolabialfalten und mindestens eine weitere Falte im unteren Gesichtsbereich um mindestens ein Grad auf der MFWS geglättet wurden. Das heißt, die tiefen Falten wurden auf ein moderates Faltenniveau gebracht und die moderaten auf ein feines.
Patienten, die zusätzlich schon einmal eine kosmetische Operation erhalten hatten, wurden nicht weiter untersucht, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.

Die Probanden mussten bei den Kontrollen grimassieren und Stimmungen durch Gesichtsausdrücke imitieren

Vor der Therapie fertigte man Fotos und Videos vom Gesicht der Probanden an, außerdem nach einem Monat, sechs Monaten, neun Monaten und 12 Monaten.
Um die Wahrnehmung des Gesichtsausdrucks, der Natürlichkeit, der Attraktivität und des Alters beurteilen zu können, mussten die Probanden auf den Fotos und Videos breit Lächeln, die Mundwinkel nach unten ziehen, die Lippen spitzen, einen glücklichen, traurigen und ärgerlichen Gesichtsausdruck imitieren sowie einen Text laut vorlesen.

Attraktiver, natürlicher und jünger oder nicht?

Die Fotos wurden nach Ablauf der entsprechenden Zeiträume danach beurteilt, ob die Natürlichkeit und Attraktivität des Gesichts im behandelten Bereich verbessert wurde, gleich geblieben oder reduziert war. Zudem wurde gefragt, ob das Alter der betroffenen Person im Vergleich als jünger, gleichgeblieben oder älter geschätzt wurde.
Der Bewerter wusste dabei nur, dass eine Behandlung stattgefunden hatte, aber nicht, mit welchem Produkt oder mit welcher Menge.

Wie tief sind die Falten nach einem, sechs, neun und 12 Monaten? Sind die Probanden zufrieden?

Die Tiefe der Nasolabialfalten wurde mit der MFWS zu jedem Kontrolltermin bewertet und dokumentiert.
Zudem wurde die Zufriedenheit der Probanden mit dem Behandlungsergebnis ermittelt.

Ergebnis Natürlichkeit

Es zeigte sich, dass sich die Natürlichkeit des Gesichtsausdrucks nach einem Monat bei 71 % der Probanden noch ohne Abstriche gleichgeblieben war, bei 24 % hatte sie sich sogar noch verbessert.
Auch nach sechs Monaten waren die Ergebnisse ähnlich: bei 66 % der Probanden war die Natürlichkeit erhalten geblieben, bei 32 % hatte sie sich verbessert.
Die Natürlichkeit des Gesichtsausdrucks war bei 92-100% der Probanden gleich geblieben oder könnte sogar verbessert werden.

Ergebnis Attraktivität

Es zeigte sich, dass sich die Attraktivität des Gesichts nach einem Monat bei 10 % der Probanden ohne Abstriche gleichgeblieben war und bei sagenhaften 89 % hatte sie sich verbessert.
Auch nach sechs Monaten waren die Ergebnisse noch vergleichbar: bei 27 % der Probanden war die Attraktivität erhalten geblieben, bei 71 % hatte sie sich verbessert.
Die Attraktivität des Gesichts war nach sechs Monaten immer noch bei bei den meisten Probanden deutlich verbessert oder mindestens gleich geblieben.

Ergebnis Alter

Nach einem Monat wurden 79 % der Probanden jünger geschätzt als sie waren, bei 17 % war das Erscheinungsbild bezüglich des Alters gleich geblieben.
Nach sechs Monaten wurde immer noch 69 % der Personen jünger geschätzt, bei 26% entsprach das Erscheinungsbild dem Alter.

Ergebnis Faltentiefe

Nach einem Monat war die Faltentiefe immer noch wie gleich nach der Behandlung um einen Skalengrad auf der MFWS geglättet.
Sechs, neun und 12 Monate nach der Behandlung war der Effekt der Faltenglättung jeweils bei 89 %, 64 % und 54 % erhalten geblieben.
Bei 92 % zeigte man die Verbesserung sowohl in Ruhe als auch beim Lächeln.
Entsprechend waren über 95 % der Probanden mit der ästhetischen Verbesserung zufrieden.

Nicole fühlt sich wieder jung

Nicole und Corinna kamen immer noch im Gespräch vertieft an ihrer ehemaligen Schule an und stellten sichtlich überrascht fest, dass sich daran nicht viel verändert hatte.
Auch die Gespräche in den Grüppchen der Ehemaligen waren nun deutlich lebhafter geworden, die Stimmung gelöster und man erzählte lustige Geschichten von Klassenfahrten und aus dem Unterricht. Die gehörten Stimmen und die Art der Leute zu lachen und zu sprechen, war Nicole plötzlich wieder vertraut, die Eigenarten von Extro- und Introvertiertheit der Einzelnen wurden wieder sehr präsent. Wenn Nicole nun die Augen schloss, fühlte sie sich komplett wieder in ihre Schulzeit zurück versetzt.
Sie gab sich ganz dem Gefühl des Jungseins hin und durch dieses bestärkt, fasste sie den Entschluss, sich auch eine Verjüngung ihres Äußeren zu gönnen, möglichst bald und für ihre Zukunft. Corinna hatte ihr gezeigt, mit wie wenig Aufwand so viel erreicht werden konnte. Dafür war sie dankbar.

Quellen

Shoshani D, Markovitz E, Monstrey SJ, Narins DJ. The modified Fitzpatrick Wrinkle Scale: a clinical validated measurement tool for nasolabial wrinkle severity assessment. Dermatol Surg. 2008;34 Suppl 1:S85-S91. doi:10.1111/j.1524-4725.2008.34248.x

Philipp‐Dormston WG, Schuster B, Podda M. Perceived naturalness of facial expression after hyaluronic acid filler injection in nasolabial folds and lower face. J Cosmet Dermatol. 2019;00:1–7.https://doi.org/10.1111/jocd.13205

Terminvereinbarung: +49 89 99162241

Hyalurontherapie