Nabelbruch, Bauchwandbruch, Narbenbruch, epigastrische Hernie (Nabelhernie, Narbenhernie)

Bauchwandbrüche sind häufig. Viele Menschen haben trotz Bruch keine Beschwerden, viele davon merken es nicht einmal. Doch unbehandelt können diese Brüche mit der Zeit größer werden und Probleme machen. Je größer der Bruch wird, desto schwieriger wird die Operation. Die häufigsten Bauchwandbrüche sind der Nabelbruch, der Narbenbruch und der epigastrische Bruch. Dem Leistenbruch ist auf dieser Webseite eine eigene Kategorie gewidmet.

Nabelbruch

Welche Symptome macht ein Bauchwandbruch, z.B. ein Nabelbruch, Narbenbruch oder epigastrischer Bruch?

  • Sie haben immer wieder Probleme im Bereich ihres Bauches mit Schwellung, ziehenden Schmerzen oder einem Druckgefühl?
  • Tritt dort eine unnatürliche Schwellung auf, plötzlich ohne Zutun oder vielleicht durch einen Druckanstieg im Bauch, etwa beim Husten, Heben schwerer Gegenstände oder beim Stuhlgang?
  • Die Schwellung verschwindet dann von selbst wieder, zum Beispiel beim Hinlegen?
  • Gelegentlich treten dabei auch Übelkeit und Erbrechen oder sogar Schwindel auf?
  • Die betroffene Stelle befindet sich typischerweise im Bereich des Nabels, einer OP-Narbe oder in der Mittellinie des Bauches?
  • Möglicherweise treten auch immer wieder Schmerzen nach dem Sport auf, eventuell auch ohne Schwellung, mit einem ziehenden Gefühl oder einem dumpfen Drücken im betroffenen Bereich?
  • Es treten dort Schmerzen manchmal in Ruhe auf und manchmal aber bei fast jeder Bewegung?
  • Die Schwellung macht sich eventuell nur im Sitzen, aber nicht im Stehen bemerkbar?
  • Oder wurde bei Ihnen schon durch einen anderen Arzt ein Bauchwandbruch, ein Nabelbruch, ein Narbenbruch oder eine epigastrische Hernie diagnostiziert?

Anmeldung in der Praxis

Wenn Sie unter einer oder mehrerer dieser Beschwerden leiden, ist immer die professionelle Einschätzung eines erfahrenen Chirurgen zu empfehlen.
Sie können dazu einfach, schnell und vertrauensvoll einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.
Wir behandeln natürlich privat versicherte Patienten, können als kassenärztliche chirurgische Praxis unsere Fachkompetenz aber selbstverständlich auch gesetzlich versicherten Personen anbieten.

  • Telefonisch
  • direkt online in den Terminkalender auf unserer Webseite oder
  • per E-Mail

Erstgespräch

Beim ersten Termin kommt es darauf an, dass Sie ausführlich und in Ruhe Ihre Beschwerden beschreiben können, wie diese Sie im Alltag belasten, seit wann die Probleme auf welche Art auftreten, wie sie beeinflusst werden konnten und wie der gesamte zeitliche Verlauf sich entwickelt hat.

Es ist wichtig, dass wir in dieser Phase den Beschwerden genügend Zeit widmen, da auch scheinbar unwichtige Details entscheidende Anhaltspunkte sein können.
Gezielte Nachfragen durch den erfahrenen Chirurgen geben hier oft schon einen guten ersten Hinweis auf die Ursache der Beschwerden.

Bauchwandbrüche treten angeboren auf, können aber auch erworben werden, vor allem, wenn häufig oder besonders stark der Druck im Bauch erhöht ist, etwa bei Schwerarbeit, Schwangerschaft, chronischem Husten (Raucher), Bauchwassersucht, häufigem Erbrechen oder häufiger Verstopfung.

Doch das Erstgespräch ist mehr als das reine Auflisten von Beschwerden nach Art, Schwere, zeitlichem Auftreten und Beeinflussungsmöglichkeiten. Das Erstgespräch muss immer auch Raum geben für ein professionelles Kennenlernen des Menschen, der sich vertrauensvoll in Behandlung begibt.

Mögen verschiedene Menschen objektiv gleiche Beschwerden haben, werden diese doch individuell wahrgenommen, was für den einen unerträglich ist, stört den anderen jedoch gar nicht und andersherum und so muss auch die Bewertung durch den Chirurgen auch diese Tatsache berücksichtigen und das geht nur, wenn das Erstgespräch sich nicht ausschließlich auf die objektiven Beschwerden reduziert, sondern den Menschen als Individuum mit der eigenen Bewertung seines körperlichen Problems in den Mittelpunkt stellt.

Körperliche Untersuchung

Die körperliche Untersuchung stellt neben der Schilderung der Beschwerdenvorgeschichte eine der Hauptsäulen zur Diagnosefindung dar. Natürlich ist es Ihnen wichtig, dass auch die körperliche Untersuchung gleich in den Händen eines Chirurgen mit jahrelanger klinischer, apparativer und operativer Erfahrung liegt, um Fehlinterpretationen zu vermeiden. Sie soll schließlich routiniert und diskret ablaufen und schnell zu einem verlässlichen Ergebnis führen.

Eine Hernie oder Bruch stellt eine erworbene oder angeborene Öffnung in der Bauchdecke dar, in der die stabilisierende Muskel- und Bindegewebsschicht durchgebrochen ist. So kann sich Gewebe aus dem Bauchraum, nur noch umgeben von einer dünnen Schicht Bindegewebe und Haut, nach außen vorwölben. Der Bruchinhalt kann aus Fettgewebe, Bauchfellanteilen, aber auch aus Eingeweiden wie Darmanteilen bestehen.

Durch die Verlagerung aus dem Bauchraum kann es zu einer Gewebeschädigung bis hin zum Gewebeuntergang kommen. Die Bruchbildung und der Gewebeaustritt können schmerzfrei sein oder aber deutliche Beschwerden verursachen. Einige Regionen in der Bauchwand sind gehäuft von der Hernienbildung betroffen. Durch die häufig gegebene und unabsehbare Gefahr der Gewebeschädigung ist es in den meisten Fällen nötig, einen Bruch zu operieren. Eine spontane Ausheilung kommt leider nicht vor. Die Behandlung mit Bruchbändern oder Bandagen ist meisten nicht effektiv und überholt. Sie heilt die Brucherkrankung nicht und sollte nur bei schwersten allgemeinen Erkrankungen überlegt werden.
Der Bauchwandbruch offenbart sich klinisch durch das Ertasten typischer Veränderungen am Bauch. Auch das Abhören kann wichtig sein.

Die sonographische Interpretation des Bauchwandbruches erfordert viel Erfahrung, kann bei nicht eindeutigem klinischen Befund aber für die Diagnosestellung entscheidend sein.
In unserer Praxis bieten wir Ihnen hierzu die ideale Kombination aus erfahrenem Untersucher und moderner technischer Ausstattung.

In sehr seltenen Fällen ist eine Kernspinuntersuchung zur Diagnosesicherung erforderlich.

Diagnosestellung und Erläuterung

Die Diagnose ergibt sich aus der Vorgeschichte, der körperlichen Untersuchung und der apparativen Untersuchung (Sonographie).
Gerne möchte ich Ihnen dann erklären, was es genau bedeutet, eine Bauchwandhernie (Bauchwandbruch) zu haben.

  • Welche Veränderungen liegen anatomisch an Ihrem Körper genau vor?
  • Wie und warum haben sich diese entwickelt?
  • Wie schwer ist diese Erkrankung?
  • Sind Organe mitbetroffen, zum Beispiel der Dünndarm?
  • Werden sich die Veränderungen in Zukunft verändern?
  • Welche Auswirkungen auf andere Lebensbereiche sind zu erwarten?
  • Sind noch weitere Untersuchungen notwendig?
  • Sind die Veränderungen harmlos oder gefährlich?

Sie sollen letztlich erkennen, welche anatomische Veränderung Ihre Beschwerden auf welche Art mechanisch verursachen und wie Ihre Veränderung im Vergleich zu den meisten anderen Erkrankten in den Augen eines erfahrenen Chirurgen individuell zu bewerten ist.

Ihr zuweisender Hausarzt erhält von uns automatisch einen ausführlichen Befund- und Empfehlungsbericht, so dass hier ein professioneller Informationsfluss gewährleistet ist.

Behandlungsoptionen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Bauchwandbrüche zu behandeln.
Die rein konservative, das heißt nicht operative und beobachtende Behandlung ist in einzelnen, seltenen Fällen möglich.

Meistens besteht mit der Diagnose eines Bauchwandbruchs aber schon die Notwendigkeit zur Operation, da sich diese Brüche nicht von selbst wieder zurückbilden und immer eine Gefahr der Einklemmung von Bauchinhalt besteht.

Der eingeklemmte Bauchwandbruch ist ein Notfall und man muss ihn entsprechend schnell erkennen und sofort operieren, um schlimme Krankheitsverläufe zu vermeiden, wenn sich Teile der Eingeweide wie z.B. Bauchfell, Fett oder Dünndarm eingeklemmt haben und absterben.

Falls keine anderen schweren Erkrankungen einer Allgemeinnarkose entgegen stehen, sollte ein Bruch also operiert werden. Und selbst wenn wegen schwerer Allgemeinerkrankungen eine Vollnarkose nicht möglich ist, kann man noch in lokaler Betäubung operieren, damit auch diese schwer kranken Patienten von ihren Beschwerden erlöst werden und nicht dem Risiko einer Einklemmung ausgesetzt sind.

So lange keine Einklemmung (Inkarzeration) von Eingeweide vorliegt, kann man den Zeitpunkt so planen, dass der Eingriff für Sie zum günstigsten familiären und beruflichen Zeitpunkt erfolgt, unsere Praxis gibt Ihnen diesbezüglich die maximale Unterstützung für die größte Flexibilität.

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, laparoskopisch oder konventionell zu operieren.
Laparoskopisch meint, dass der Leistenbruch über kleine Schnitte am Nabel und an der Bauchdecke im Unterbauch von innen mit einem Netz verschlossen wird, diese Technik wird gelegentlich auch als Schlüssellochtechnik oder als “minimal-invasiv” bezeichnet, da man mit einer Stabkamera und langen Operationsinstrumenten über die kleinen Zugangsöffnungen im weiten Bauchraum dahinter die Operation durchführt.

Konventionell bedeutet, dass über einen Hautschnitt über dem Bruchsack dieser von außen dargestellt und entfernt oder zurück in den Bauchraum verlagert wird. Anschließend wird die Bauchwand verstärkt, entweder durch die am besten bewährte unter den zahlreichen existierenden Methoden, bei denen anatomisch vorhandene Sehnenplatten der Bauchwand gerafft, vernäht und gedoppelt werden oder durch Einlage und Aufnaht eines Netzes vor die Bauchwand, das die Eingeweide zukünftig an ihrem vorgesehenen Ort im Bauch hält.

Alle in unsere Praxis angewandten Operationsverfahren sind wissenschaftlich gut untersucht und haben sich sowohl von der Verträglichkeit bei und nach der Operation als auch im Behandlungserfolg hunderttausendfach bewährt.

Welche der Behandlungsmöglichkeiten für Sie die geeignete ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Welche Methode Ihnen empfohlen wird, hängt zum Beispiel davon ab, welche anatomischen Veränderungen vorliegen, ob es Begleiterkrankungen gibt, welche Narkose möglich ist, wie alt Sie sind oder ob der Bruch schon einmal operiert wurde.

Genauso wichtig dafür, ob sich ein Verfahren eher anbietet oder ausscheidet, sind natürlich die Umstände, die mit Ihnen als Person zusammenhängen, Ihre genetische Veranlagung, Ihre Lebensumstände, Ihr Aktivitätsgrad, Ihre Hobbies und Ihr Beruf.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass Sie mit uns gemeinsam unter den verschiedenen guten Möglichkeiten der Bruchversorgung das für Sie geeignetste Verfahren finden, indem Sie Ihre persönlichen Umstände einfließen lassen und wir unsere professionelle Erfahrung.
Dafür nehmen wir uns so viel Zeit, wie es braucht, denn das entspricht nicht nur einem modernen Umgang zwischen Arzt und Patient, sondern bestimmt in erster Linie auch den Erfolg der Therapie.

Planung und Vorbereitung der OP

Zur Reduzierung operativer Risiken gehört ein blutungsarmes Operieren. Eine der Voraussetzungen dafür ist eine gute Blutgerinnung. Viele Patienten nehmen blutverdünnende Medikamente ein, dazu gehören zum Beispiel Aspirin (ASS), Marcumar, Xarelto, Plavix und andere. Falls möglich müssen diese Medikamente vor dem Eingriff rechtzeitig abgesetzt werden. Ob dies möglich ist, ergibt sich manchmal nur in Rücksprache mit dem Arzt, der das Medikament angesetzt hat, also etwa Ihrem Hausarzt, Angiologen, Kardiologen oder Neurologen.

Im Vorfeld sollte der Hausarzt ein aktuelles Labor mit Blutbild, Leberwerten, Entzündungswerten und Gerinnung anfertigen.
Bei bestimmten Vorerkrankungen sind auch abklärende Untersuchungen wie ein Röntgenbild der Lunge oder Funktionstests von Lunge und Herz wichtig, um das Narkoserisiko einschätzen zu können.

Bringen Sie bitte alle Papiere und Befunde, die Sie über sich besitzen, mit, also

  • Arztbriefe
  • Befundberichte
  • Allergiepass
  • Röntgenpass
    Blutgruppenausweis
  • Medikamentenliste, besonders Insulinschemata bei Diabetikern und die Antiparkinson-Medikation bei M.Parkinson.

Zur Operationsvorbereitung gehört ein informatives Aufklärungsgespräch über die Art und den Umfang des geplanten Eingriffes, das auch die möglichen Komplikationen und Risiken thematisiert. Dieses Aufklärungsgespräch gibt Ihnen Gelegenheit, alle Fragen zu stellen, die sie zur OP haben.

  • Welches Verfahren wird in Ihrem Fall aus welchen Gründen angewandt?
  • Was wird bei dieser Operation genau gemacht?
  • Mit welchem Narkoseverfahren wird die Operation durchgeführt?
  • Wie lange dauert diese Operation?
  • Welche Risiken bestehen bei dieser Operation?
  • Wie lange müssen Sie eventuell im Krankenhaus bleiben?
  • Welche Narben werden von der Operation zurückbleiben?
  • Welche Beschwerden sind in Zukunft zu erwarten?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass der Bruch wiederkommt?

Das Gespräch orientiert sich an einem standardisierten Aufklärungsbogen, der auch als juristisch relevantes Dokument dient.

Umgang mit Ungewissheit, Ängstlichkeit und Nervosität

Natürlich muss das Aufklärungsgespräch auch Aspekte berücksichtigen, die über die sachlichen Fakten hinausgehen.

Viele Menschen haben ein beklemmendes Gefühl, wenn sie daran denken, sich einem Eingriff unterziehen zu müssen und wir wissen, wie regelmäßig diese Tatsache in der modernen Medizin einfach ignoriert wird, obwohl sie eine so große Rolle spielt. Gerade, wenn Sie noch nie operiert worden sind, überkommt Sie möglicherweise vor dem Eingriff ein Gefühl der Ungewissheit und der Nervosität.

Indem man diese Sorgen gezielt anspricht und diskutiert, entsteht letztlich neben der umfangreichen sachlichen Information auch ein vorbereitetes und zuversichtliches Gemüt, so dass Sie sich dann umfassend vertrauensvoll in die operative Behandlung geben können.

Für uns stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt unserer Tätigkeit und unser Handeln ist darauf ausgerichtet, dass Sie sich auch emotional optimal betreut fühlen.

Stationäre OP

Die stationäre OP ist für Patienten notwendig, die nach der Operation eine engmaschige professionelle Versorgung benötigen, sei es wegen vorbestehender oder zu erwartenden Ursachen, z.B. schwere Erkrankungen, erhöhte Komplikationsrisiken, starke Schmerzen wegen einer umfangreichen OP oder komplexerer medikamentöser Therapie (intravenös, subkutan, spezielle Schemata).

Sollte mit Ihnen eine stationäre OP besprochen werden, empfiehlt es sich, den Aufenthalt mittels folgender Checkliste vorzubereiten.

  • Zahnbürste, Zahncreme, Zahnersatz
  • Shampoo, Seife, Deo, Handtücher, Waschlappen, Kamm, Bürste
  • Damenhygieneartikel
  • Unterwäsche, Socken, Bademantel, lockere Kleidung ohne Gummibund, Schlafanzug/Nachthemd, feste Schlüpfschuhe.

Vermeiden Sie es,

  • größere Geldsummen, Wertgegenstände und Schmuck mitzunehmen, da die Klinik nicht dafür haftet.
  • Ihre Fingernägel zu lackieren, da dies die Sauerstoffmessung im Blut verhindern kann.

Es ist wichtig, dass Sie am OP-Tag bis zur Operation nüchtern bleiben, da eine Narkose und Beatmung bei gefülltem Magen für den Patienten eine große Gefahr darstellt und zu Recht von den Narkoseärzten abgelehnt wird, vor allem bei Eingriffen, deren Zeitpunkt planbar ist und die keinen Notfall darstellen.

Nüchtern heißt:

  • bitte keine feste Nahrung ab 22 Uhr des Vortages
  • bitte keine Getränke (Wasser, Kaffee, Säfte usw.) nach dem Aufstehen
  • bitte kein Rauchen
  • bitte kein Kaugummikauen
  • Nehmen Sie bitte die erlaubten (nicht zur OP abgesetzten) Medikamente mit der kleinstmöglichen Wassermenge (kohlensäurefrei) ein.

Kommen Sie bitte zum vereinbarten Termin in die Klinik und melden Sie sich an der Pforte. Dort werden Sie nach der Begrüßung auf die Station begleitet und machen sich mit dem freundlichen Personal bekannt, das Sie während Ihres Aufenthalts betreuen wird.
Sie erhalten dann die genauen Informationen, welche Vorbereitungen vor der Operation noch in welcher Reihenfolge durchgeführt werden müssen.

Durchführung der OP

Die operativen Eingriffe werden je nach Bedarf und Möglichkeit ambulant oder stationär in modernen Operationssälen mit erfahrenem und hochspezialisiertem Personal durchgeführt.
Die Operation als entscheidender Schwerpunkt im Behandlungsprozess wird ausschließlich von mir selbst durchgeführt.

Nur so ist gewährleistet, dass alle Faktoren, die in der Untersuchung, in den Vorgesprächen und im Aufklärungsgespräch wichtig waren, dem Operateur aus erster Hand bekannt sind und während des Eingriffs berücksichtigt werden können.
Andersherum kann eine optimale individuelle Nachbehandlung nur stattfinden, wenn die Verhältnisse während der Operation so genau wie möglich bekannt sind.

Ein operativer Eingriff ist immer Teamarbeit, es arbeiten Anästhesist, Anästhesiepfleger, Instrumentierschwester, OP-Springer und OP-Assistent eng mit dem Operateur zusammen und tragen so zu einer patientenschonenden, sicheren, komplikationslosen und perfekten OP bei.
Umso wichtiger ist es mir für meine Patienten und mich, dass die Eingriffe in einer diesbezüglich idealen Umgebung stattfinden.

Ambulante Operationen werden im Isar-AOP durchgeführt.
Stationäre Operationen finden im Diakoniewerk München Maxvorstadt statt.
So ist gewährleistet, dass Sie sich nach dem Eingriff in gleichermaßen freundlicher wie professioneller Betreuung befinden.

Nachbehandlung

Sobald Sie nach dem Eingriff wieder erwachen, werden Sie im Operationsgebiet schmerzfrei sein. Dies liegt daran, dass Sie dann unabhängig vom durchgeführten Eingriff ein örtliches Betäubungsmittel im operierten Bereich eingespritzt bekommen haben, dessen Wirkung zeitlich über den Eingriff hinaus anhält. Unwillkürliche Reaktionen des Körpers, die sonst bei Schmerzen auftreten, bleiben so aus und tragen zusätzlich zu Ihrem Wohlbefinden bei.

Im weiteren Verlauf der folgenden Tage werden Sie mit leichten bis mittelstarken Schmerzmitteln versorgt, die Sie nach Bedarf einnehmen sollten.
Ein Liegen im Bett ist nicht nötig, Bewegung wird stattdessen sogar zur Vermeidung von Thrombosen empfohlen.

Angeraten ist eine körperliche Schonung für ca. 3 Wochen, für diese Zeit besteht in der Regel auch eine Arbeitsunfähigkeit, wobei mindestens in dieser Zeit auch zu vermeiden ist, dass im Bauchraum ein erhöhter Druck entsteht, da dies dazu führen kann, dass die noch nicht verwachsene Bauchwandverstärkung im Operationsgebiet Schaden nimmt.
Daher sollten in dieser Zeit beispielsweise keine schweren Gegenstände angehoben, die meisten Sportarten ausgesetzt und ggf. der Stuhlgang durch Weichmacher reguliert werden.

Ein Fadenzug ist in der Regel nicht notwendig, da wir resorbierbare Fäden zum Hautverschluss verwenden. Sollte ausnahmsweise doch mal nicht resorbierbares Fadenmaterial verwendet werden müssen, werden diese Fäden am 12. Tag nach der Operation gezogen.
Mit einem wasserdichten Pflaster auf der Wunde dürfen Sie nach der Operation jederzeit duschen, mit einem Vollbad und Saunagängen sollte bis zur abgeschlossenen Wundheilung ca. 14 Tage nach dem Eingriff gewartet werden.

In jedem Fall erhalten Sie einen ausführlichen Merkzettel, auf dem alle Verhaltensempfehlungen und Informationen zur Nachbehandlung jederzeit nachgelesen werden können.

In akuten Notfällen können Sie uns natürlich jederzeit auch persönlich telefonisch erreichen.

Wiederbesuch nach ca. einer Woche in der Praxis

Bei stationären Operationen besuche ich Sie später am OP-Tag wenn Sie wieder wach sind, um nach Ihrem Zustand und Ihrem Befinden zu sehen.

Nach der Entlassung und bei ambulanten Operationen folgt ein Kontrollbesuch in der Chirurgischen Praxis etwa eine Woche nach dem Eingriff. Kontrolliert wird der klinische und sonographische Befund nach der Operation, außerdem wird die OP-Wunde beurteilt. Alle Termine werden Ihnen selbstverständlich als Gedächtnisstütze schriftlich mitgegeben.

Nach Abschluss der Behandlung erhält Ihr Hausarzt einen ausführlichen Bericht über den gesamten Ablauf einschließlich der durchgeführten Operation, der empfohlenen folgenden Nachbehandlung und Medikamente.