Sinus pilonidalis – Steißbeinfistel / Steißbeinvereiterung

Hier finden Sie alles, was Sie über den Steißbeinabszess und seine Behandlung wissen müssen

Die Symptome einer Steißbeinfistel

Wie äußert sich eine Steinbeinfistel?
Sie haben immer wieder starke Schmerzen am Übergang vom Po zum Rücken?
Tritt über dem Steißbein in kurzer Zeit eine unnatürliche Schwellung auf mit starker Rötung, Überwärmung und Schmerzen, vielleicht auch mit Fieber und Schüttelfrost?
Oder hat sich langsam eine schmerzhafte Stelle entwickelt, die immer größer und rot wurde, schmerzt und sich anfühlt, als wäre etwas Weiches oder Flüssigkeit unter der Haut?
Sie können deshalb auch nicht mehr schmerzfrei sitzen?
Hat sich die Beule am Steißbein geöffnet und sich Eiter entleert? Oder aber gibt es nur einen oder mehrere kleine punktförmige Öffnungen an der Haut, die nässen und aus denen eine trübe Flüssigkeit austritt?
Tritt eventuell auch ein übel riechendes, fauliges Sekret aus, das vor allem in Gesellschaft ausgesprochen unangenehm und lästig ist?
Manchmal ist die Kleidung an dieser schmerzhaften Stelle eiter- oder blutverschmiert?
Können Sie innerhalb weniger Tage plötzlich nicht mehr richtig Liegen oder Sitzen, weil die Steißbeinregion direkt oder in der Umgebung bei Druck richtig weh tut?
Oder gibt es vielleicht gar keine Schwellung, Rötung, Überwärmung, aber immer wieder entleert sich schwallartig oder auch ständig Blut, eitrige Flüssigkeit oder Eiter aus einer punktförmigen Fistelöffnung? Tritt dabei statt Schmerzen nur eine Druckgefühl auf, das mal mehr und mal weniger vorhanden ist?
War bei Ihnen bereits einmal eine Steißbeinfistel diagnostiziert oder operiert worden?
Ist wieder eine Eiterhöhle (Abszess) über dem Steißbein entstanden?

Anmeldung in der Praxis

Wenn Sie unter einer oder mehrerer dieser Beschwerden leiden, ist immer die professionelle Einschätzung eines erfahrenen Chirurgen zu empfehlen.
Sie können dazu einfach, schnell und vertrauensvoll einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.
Wir behandeln natürlich privat versicherte Patienten, können als kassenärztliche chirurgische Praxis unsere Fachkompetenz aber selbstverständlich auch gesetzlich versicherten Personen anbieten.

  • Telefonisch
  • direkt online auf unserer Webseite oder
  • per Email

Erstgespräch

Beim ersten Termin kommt es darauf an, dass Sie ausführlich und in Ruhe Ihre Beschwerden beschreiben können: wie diese sie im Alltag belasten, seit wann die Probleme auf welche Art auftreten, wie sie beeinflusst werden konnten und wie sich der gesamte zeitliche Verlauf entwickelt hat.

Für Patienten ist der Umgang mit Steißbeinfisteln nicht immer leicht, oft begleiten Scham, Betretenheit und Unsicherheit die Krankheit. Viele Patienten sind gehemmt, mit anderen, manchmal sogar Angehörigen, über das ziemlich intime Problem zu sprechen und versuchen auch, die Erkrankung so gut wie möglich zu verbergen.
Da wir das wissen, gehen wir mehr noch als sonst mit der größten Diskretion und Umsicht mit den Wünschen dieser meist jungen Patienten um.

Es ist wichtig, dass in dieser Phase den Beschwerden genügend Zeit gewidmet wird, da auch scheinbar unwichtige Details entscheidende Anhaltspunkte sein können.
Gezielte Nachfragen durch den erfahrenen Chirurgen geben hier oft schon einen guten ersten Hinweis auf die Ursache der Beschwerden.

Steißbeinfisteln sind erworbene krankhafte Veränderungen in der Pofalte über dem Steißbein, die unter bestimmten Voraussetzungen bei einigen Menschen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auftreten, als bei anderen. Diese so genannten Risikofaktoren sind das männliche Geschlecht, eher starke Behaarung, eine tiefe Gesäßfalte, Übergewicht, vermehrtes Schwitzen, ungewohnte Belastungen, langes Sitzen und ein eher junges Alter zwischen 20 und 40 Jahren.

Doch das Erstgespräch ist mehr als das reine Auflisten von Beschwerden nach Art, Schwere, zeitlichem Auftreten und Beeinflussungsmöglichkeiten. Das Erstgespräch muss immer auch Raum geben für ein professionelles Kennenlernen des Menschen, der sich vertrauensvoll in Behandlung begibt.

Mögen verschiedene Menschen objektiv gleiche Beschwerden haben, werden diese doch individuell wahrgenommen. Was für den einen unerträglich ist, empfindet ein anderer vielleicht nur als störend. So muss die Bewertung durch den Chirurgen auch diese Tatsache berücksichtigen und das geht nur, wenn das Erstgespräch sich nicht ausschließlich auf die objektiven Beschwerden reduziert, sondern den Menschen als Individuum mit der eigenen Bewertung seines körperlichen Problems in den Mittelpunkt stellt.

Körperliche Untersuchung

Die körperliche Untersuchung stellt neben der Schilderung der Beschwerdenvorgeschichte eine der Hauptsäulen zur Diagnosefindung dar.
Natürlich ist es Ihnen wichtig, dass auch die körperliche Untersuchung gleich in den Händen eines Chirurgen mit jahrelanger klinischer, apparativer und operativer Erfahrung liegt, um Fehlinterpretationen zu vermeiden. Sie soll schließlich routiniert und diskret ablaufen und schnell zu einem verlässlichen Ergebnis führen.

Die Steinbeinfistel (Sinus pilonidalis) zeigt sich in ihrer chronischen Form als ständig oder periodisch eiternde oder nässende kleine Hautöffnung (Fistelöffnung), die den Ausgang eines Ganges aus der Tiefe des darunterliegenden Gewebes darstellt. Es können auch mehrere Gangöffnungen vorhanden sein. Bei mehreren Fistelöffnungen an der Haut können die dazugehörigen Gänge unabhängig von einander in der Tiefe enden oder auch fuchsbauartig in Gewebshöhlen zusammenlaufen.
In ihrer akuten Form zeigt sich eine mehr oder weniger starke Entzündungsreaktion meist über der oberen Gesäßfalte mit einer schmerzhaften Eiteransammlung in der Tiefe, die eine Schwellung, Rötung und Überwärmung der Umgebung verursacht.
Die präzise und fachkundige Untersuchung ist hier ganz entscheidend für die Wahl der erfolgversprechendsten Behandlungsform.
Die sonographische Interpretation der oberen Gesäßfalte erfordert viel Erfahrung, kann bei nicht eindeutigem klinischen Befund aber für die Diagnosestellung entscheidend sein. Zudem kann vom sonographischen Befund auch abhängig sein, welches die erfolgversprechendste Therapieform ist. In sehr seltenen Fällen ist eine Kernspinuntersuchung zur Therapieentscheidung erforderlich.

In unserer Praxis bieten wir Ihnen hierzu die ideale Kombination aus erfahrenem Untersucher und moderner technischer Ausstattung.

Diagnosestellung und Erläuterung

Die Diagnose ergibt sich aus der Vorgeschichte, der körperlichen Untersuchung und der apparativen Untersuchung (Sonographie).
Gerne möchte ich Ihnen dann erklären, was es genau bedeutet, eine Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis) zu haben.

  • Welche Veränderungen liegen anatomisch an Ihrem Körper genau vor?
  • Wie und warum haben sich diese entwickelt?
  • Wie schwer ist diese Erkrankung?
  • Welches Stadium liegt vor?
  • Werden sich die Veränderungen in Zukunft verändern?
  • Welche Auswirkungen auf andere Lebensbereiche sind zu erwarten?
  • Sind noch weitere Untersuchungen notwendig?
  • Sind die Veränderungen harmlos oder gefährlich?

Sie sollen letztlich erkennen, welche anatomische Veränderung Ihre Beschwerden auf welche Art mechanisch verursacht und wie Ihre Veränderung im Vergleich zu den meisten anderen Erkrankten in den Augen eines erfahrenen Chirurgen individuell zu bewerten ist.

Ihr überweisender Hausarzt erhält von uns automatisch einen ausführlichen Befund- und Empfehlungsbericht, so dass hier ein professioneller Informationsfluss gewährleistet ist.

Behandlungsoptionen

Aktuelle Zusammenfassung

Eine aktuelle Zusammenfassung der mordernen Behandlung des Sinus pilonidalis finden Sie in unserem Blog.

Grundsätzliches

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Steißbeinfisteln zu behandeln.
Grundsätzlich ist es leider so, dass Steißbeinfisteln sehr hartnäckig sind, das heißt, dass die Beschwerden selbst dann nach einer gewissen Zeit wieder auftreten, wenn kurzzeitig eine Besserung mit nicht operativen (konservativen) Maßnahmen erreicht werden konnte, weil die krankhaften Veränderungen nicht abheilen, sondern das ganze Leben lang bestehen bleiben.
Eine Heilung, also eine Behandlung, die zum dauerhaften Verschwinden der Krankheit führt, ist leider nur operativ möglich.
Die Behandlung ist von der Ausprägung der Erkrankung abhängig.
Solange noch keine größere Eiteransammlung (Steißbeinabszess) besteht, kann die Entzündung zunächst gebessert werden.
Äußerlich helfen feuchte Umschläge und regelmäßige Desinfektion der Gesäßfalte, um das Einwandern zusätzlicher Keime durch die offenen Poren zu verringern. Innerlich werden Antibiotika verabreicht. In vielen Fällen ist es so möglich, die Situation gut zu beruhigen. Danach kann die zur Heilung erforderliche Operation vorgenommen werden.
Zeigt die erste Untersuchung bereits eine akute Entzündungsreaktion mit einer großen Eiteransammlung am Steißbein (Steißbeinabszess), ist sofort eine chirurgische Behandlung notwendig.

In unserer Praxis wird eine vergleichsweise schonende, bei uns ausgesprochen erfolgreich angewandte und in jeder Hinsicht für den Patienten wenig einschränkende Behandlung durchgeführt, die die Probleme der herkömmlichen Behandlung vermeidet.

Die meisten Patienten erhalten zu diesem Zeitpunkt nämlich eine operative Behandlung in Vollnarkose, bei der die Eiterhöhle radikal ausgeschnitten wird. Der durch das Ausschneiden entstehende Krater über dem Steißbein, der manchmal bis auf das knöcherne Steißbein reicht, wird offen gelassen und heilt dann über ca. 3 Monate langsam von unten her bis auf Hautniveau zu. Die Patienten sind bis zu 1,5 Monate arbeitsunfähig und für den ganzen Heilungszeitraum sind tägliche aufwendige hygienische Wundbehandlungen und Verbände notwendig. Selbst bei einer Abheilung ohne zeitliche Rückschläge wegen Wundinfektionen kommt es in ca. 10% der Fälle zu erneuten Steißbeinfisteln (Rezidiven) und in diesen Fällen ist bei jedem dritten Patienten eine erneute große Operation notwendig.

Bei unserem Verfahren wird die akut entzündete Eiteransammlung am Steißbein in einer lokalen Betäubung so behandelt, dass die gefährliche, starke Entzündung schnell abklingen kann. Im Anschluss folgt dann eine plastische Operation, bei der die Haut am Ende der Operation verschlossen wird. So wird ein schönes kosmetisches Ergebnis und eine vergleichsweise sehr hohe und dauerhafte Heilungswahrscheinlichkeit erreicht.
Diese patientenfreundliche Operation zur endgültigen Beseitigung einer Sinus pilonidalis Erkrankung nennt man “Operation nach Karydakis” (oder modifiziert nach Bascom).

Es gibt noch zahlreiche andere Behandlungsmöglichkeiten, sowohl in lokaler Betäubung in sogenannten semioperativen (minimal-invasiven) Verfahren, als auch in Vollnarkose als plastische Operationen.
Zu den semioperativen Verfahren zählen zum Beispiel

  • Phenol-Instillation
  • Pit-picking
  • Sinusektomie.

Diese Verfahren haben – sofern sie in Deutschland zugelassen sind – ihre Berechtigung im Einzelfall, aber sind wie die anderen operativen Behandlungen mit verschieden langen Behandlungszeiträumen und Heilungswahrscheinlichkeiten (sogenannten Rezidivraten) behaftet, so dass sie in unserer Praxis nicht routinemäßig angewandt werden. Primär ist uns das anhaltend gute Ergebnis Ihrer Behandlung  wichtig, nicht das Verfahren dorthin, so dass Ihnen auf der Basis der Erfahrung aus vielen hundert Behandlungen, die für Sie richtige Methode empfohlen werden kann.

Alle in unserer Praxis angewandten Operationsverfahren sind wissenschaftlich gut untersucht und haben sich sowohl von der Verträglichkeit bei und nach der Operation, als auch im Behandlungserfolg bei Patienten hunderttausendfach bewährt.
Welche der Behandlungsmöglichkeiten für Sie die geeignete ist, wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Welche Methode Ihnen empfohlen wird, hängt zum Beispiel davon ab, welche anatomischen Veränderungen vorliegen, ob es Begleiterkrankungen gibt, welche Narkose möglich ist oder wie alt Sie sind.
Genauso wichtig dafür, ob sich ein Verfahren eher anbietet oder ausscheidet, sind natürlich die Umstände, die mit Ihnen als Person zusammenhängen, Ihre genetische Veranlagung, Ihre Lebensumstände, Ihr Aktivitätsgrad, Ihre Hobbies und Ihr Beruf.
Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass Sie mit mir gemeinsam unter den verschiedenen guten Möglichkeiten der Steißbeinfistelversorgung das für Sie geeignetste Verfahren finden, indem Sie Ihre persönlichen Umstände einfließen lassen und wir unsere professionelle Erfahrung.
Dafür nehmen wir uns so viel Zeit, wie es braucht, denn das entspricht nicht nur einem modernen Umgang zwischen Arzt und Patient, sondern bestimmt in erster Linie auch den Erfolg der Therapie.

Planung und Vorbereitung der OP

Zur Reduzierung operativer Risiken gehört ein blutungsarmes Operieren. Eine der Voraussetzungen dafür ist eine gute Blutgerinnung. Viele Patienten nehmen blutverdünnende Medikamente ein, dazu gehören zum Beispiel Aspirin (ASS), Marcumar, Xarelto, Plavix und andere. Falls möglich müssen diese Medikamente vor dem Eingriff rechtzeitig abgesetzt werden. Ob dies möglich ist, ergibt sich manchmal nur durch Rücksprache mit dem Arzt, der das Medikament angesetzt hat, also etwa Ihrem Hausarzt, Angiologen, Kardiologen oder Neurologen.

Im Vorfeld sollte der Hausarzt ein aktuelles Labor mit Blutbild, Leberwerten, Entzündungswerten und Gerinnung anfertigen.
Bei bestimmten Vorerkrankungen sind auch abklärende Untersuchungen wie ein Röntgenbild der Lunge oder Funktionstests von Lunge und Herz wichtig, um das Narkoserisiko einschätzen zu können.

Bringen Sie bitte alle Papiere und Befunde, die Sie über sich besitzen mit, also

  • Arztbriefe
  • Befundberichte
  • Allergiepaß
  • Röntgenpass
  • Blutgruppenausweis
  • Medikamentenliste, besonders Insulinschemata bei Diabetikern und die Antiparkinson-Medikation bei M.Parkinson.

Zur Operationsvorbereitung gehört ein informatives Aufklärungsgespräch über die Art und den Umfang des geplanten Eingriffes, das auch die möglichen Komplikationen und Risiken thematisiert. Dieses Aufklärungsgespräch gibt Ihnen Gelegenheit, alle Fragen zu stellen, die sie zur OP haben.

  • Welches Verfahren wird in Ihrem Fall aus welchen Gründen angewandt?
  • Was wird bei dieser Operation genau gemacht?
  • Mit welchem Narkoseverfahren wird die Operation durchgeführt?
  • Wie lange dauert diese Operation?
  • Welche Risiken bestehen bei dieser Operation?
  • Wie lange müssen Sie eventuell im Krankenhaus bleiben?
  • Welche Narben werden von der Operation zurückbleiben?
  • Welche Beschwerden sind in Zukunft zu erwarten?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass der Bruch wiederkommt?

Das Gespräch orientiert sich an einem standardisierten Aufklärungsbogen, der auch als juristisch relevantes Dokument dient.

Umgang mit Ungewissheit, Ängstlichkeit und Nervosität

Natürlich muss das Aufklärungsgespräch auch Aspekte berücksichtigen, die über die sachlichen Fakten hinausgehen.
Viele Menschen haben ein beklemmendes Gefühl, wenn sie daran denken, sich einem Eingriff unterziehen zu müssen und wir wissen, wie regelmäßig diese Tatsache in der modernen Medizin einfach ignoriert wird, obwohl sie eine so große Rolle spielt. Gerade, wenn sie noch nie operiert worden sind, überkommt sie möglicherweise vor dem Eingriff ein Gefühl der Ungewissheit und der Nervosität.
Indem man diese Sorgen gezielt anspricht und diskutiert, entsteht letztlich neben der umfangreichen sachlichen Information auch ein vorbereitetes und zuversichtliches Gemüt, so dass Sie sich dann umfassend vertrauensvoll in die operative Behandlung geben können.
Für uns stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt unserer Tätigkeit und unser Handeln ist darauf ausgerichtet, dass sie sich auch emotional optimal betreut fühlen.

Stationäre OP

Die stationäre OP ist für Patienten notwendig, die nach der Operation eine engmaschige professionelle Versorgung benötigen, sei es wegen vorbestehender oder zu erwartenden Ursachen, z.B. schwere Erkrankungen, erhöhte Komplikationsrisiken, starke Schmerzen wegen einer umfangreichen OP oder komplexerer medikamentöser Therapie (intravenös, subkutan, spezielle Schemata).

Sollte mit Ihnen eine stationäre OP besprochen werden, empfiehlt es sich, den Aufenthalt mittels folgender Checkliste vorzubereiten.

Zahnbürste, Zahncreme, Zahnersatz
Shampoo, Seife, Deo, Handtücher, Waschlappen, Kamm, Bürste
Damenhygieneartikel

Unterwäsche, Socken, Bademantel, lockere Kleidung ohne Gummibund, Schlafanzug/Nachthemd, feste Schlüpfschuhe.

Vermeiden Sie es,  größere Geldsummen, Wertgegenstände und Schmuck mitzunehmen, da die Klinik nicht dafür haftet.
Vorgefertigten Sie auch darauf, Ihre Fingernägel zu lackieren, da dies die Sauerstoffmessung im Blut verhindern kann.

Es ist wichtig, dass Sie am OP-Tag bis zur Operation nüchtern bleiben, da eine Narkose und Beatmung bei gefülltem Magen für den Patienten eine große Gefahr darstellt und zu Recht von den Narkoseärzten abgelehnt wird, vor allem bei Eingriffen, deren Zeitpunkt planbar ist und die keinen Notfall darstellen.
Nüchtern heisst:
keine feste Nahrung ab 22 Uhr des Vortages
keine Getränke (Wasser, Kaffee, Säfte usw) nach dem Aufstehen
kein Rauchen
kein Kaugummikauen
nehmen Sie die erlaubten (nicht zur OP abgesetzten) Medikamente mit der kleinst möglichen Wassermenge (kohlensäurefrei) ein.

Kommen Sie zum vereinbarten Termin in die Klinik und melden Sie sich an der Pforte. Dort werden Sie nach der Begrüßung auf die Station begleitet und machen sich mit dem Personal bekannt, das Sie während Ihres Aufenthalts betreuen wird.
Sie erhalten dann die genauen Informationen, welche Vorbereitungen vor der Operation noch durchgeführt werden müssen.

Durchführung der OP

Die operativen Eingriffe werden je nach Bedarf und Möglichkeit ambulant oder stationär in modernen Operationssälen mit erfahrenem und hochspezialisiertem Personal durchgeführt.
Die Operation als entscheidender Schwerpunkt im Behandlungsprozess wird ausschließlich von mir selbst durchgeführt.
Nur so ist gewährleistet, dass alle Faktoren, die in der Untersuchung, in den Vorgesprächen und im Aufklärungsgespräch wichtig waren, dem Operateur aus erster Hand bekannt sind und während des Eingriffs berücksichtigt werden können.
Ebenso kann eine optimale und individuelle Nachbehandlung nur stattfinden, wenn die Verhältnisse während der Operation so genau wie möglich bekannt sind.

Ein operativer Eingriff ist immer Teamarbeit, es arbeiten Anästhesist, Anästhesiepfleger, Instrumentierschwester, OP-Springer und OP-Assistent eng mit dem Operateur zusammen und tragen so zu einer patientenschonenden, sicheren, komplikationslosen und perfekten OP bei. Deshalb ist es mir für meine Patienten und mich sehr wichtig, dass die Eingriffe in einer diesbezüglich idealen Umgebung stattfinden.

Ambulante Operationen werden im Isar-AOP durchgeführt.
Stationäre Operationen finden im Diakoniewerk München Maxvorstadt statt.
So ist gewährleistet, dass Sie sich nach dem Eingriff in gleichermassen freundlicher wie professioneller Betreuung befinden.

Bei der Operation nach Karydakis handelt es sich um einen plastisch-chirurgischen Eingriff.
Der Sinus pilonidalis wird ausgeschnitten und durch Verlagerung von Haut und Fettgewebe des Gesäßes eine etwas flachere Gesäßfurche geschaffen. Die entstehende Narbe liegt etwas seitlich der Gesäßfurche.
Der Eingriff wird in Vollnarkose vorgenommen und dauert etwa 45 min.
Die besten Behandlungserfolge werden mit einer nachfolgenden Bettruhe, im Rahmen einer Krankenhausbehandlung für etwa vier Tage, erzielt. In dieser Zeit wird die Wunde durch eine Drainage abgesaugt.

Nachbehandlung

Sobald Sie nach dem Eingriff wieder erwachen, werden Sie im Operationsgebiet schmerzfrei sein. Dies liegt daran, daß Sie unabhängig vom durchgeführten Eingriff ein örtliches Betäubungsmittel im operierten Bereich eingespritzt bekommen haben, dessen Wirkung zeitlich über den Eingriff hinaus anhält. Unwillkürliche Reaktionen des Körpers, die sonst bei Schmerzen auftreten, bleiben so aus und tragen zusätzlich zu Ihrem Wohlbefinden bei.
Im Verlauf der folgenden Tage auftretende Beschwerden und Schmerzen sind in der Regel so gering, dass häufig gar keine schmerzstillenden Medikamente benötigt werden. Falls doch, werden Sie sofort mit leichten bis mittelstarken Schmerzmitteln versorgt, die Sie nach Bedarf einnehmen sollten.
Ein Liegen im Bett ist nicht für einen längeren Zeitraum nötig, Bewegung wird stattdessen sogar zur Vermeidung von Thrombosen empfohlen.
In den nächsten Tagen wird die geschlossene und vernähte Wunde und deren Umgebung durch tägliches Duschen und Behandlung mit einem Desinfektionsmittel gesäubert und keimarm gehalten. Spezielle Verbände sind nicht erforderlich.
Längeres Sitzen sollte in den ersten zwei Wochen vermieden werden. Sitzen auf hartem Untergrund sollte in den ersten vier Wochen nach der Operation vermieden werden.
Nach vier Wochen sind die meisten Patienten beschwerdefrei. Eine dauerhafte Heilung ist bei 95 % der so behandelten Kranken möglich.

Die Fäden werden nach etwa zwölf Tagen entfernt.
Mit einem wasserdichten Pflaster auf der Wunde dürfen Sie nach dem Zug der Dränage jederzeit duschen, mit einem Vollbad und Saunagängen sollte bis zur abgeschlossenen Wundheilung ca. 14 Tage nach dem Eingriff gewartet werden.

In jedem Fall erhalten Sie einen ausführlichen Merkzettel, auf dem alle Verhaltensempfehlungen und Informationen zur Nachbehandlung nachgelesen werden können.

In akuten Notfällen können Sie mich natürlich jederzeit auch persönlich telefonisch erreichen.

Wiederbesuch nach ca. einer Woche in der Praxis

Bei stationären Operationen besuche ich Sie später am OP-Tag wenn Sie wieder wach sind, um nach Ihrem Zustand und Ihrem Befinden zu sehen.

Nach der Entlassung und bei ambulanten Operationen folgt ein Kontrollbesuch in der Chirurgischen Praxis etwa eine Woche nach dem Eingriff.
Kontrolliert wird der klinische und sonographische Befund nach der Operation außerdem wird die OP-Wunde beurteilt.
Alle Termine werden Ihnen selbstverständlich als Gedächtnisstütze schriftlich mitgegeben.

Nach Abschluß der Behandlung erhält Ihr Hausarzt einen ausführlichen Bericht über den gesamten Ablauf einschließlich der durchgeführten Operation, der empfohlenen folgenden Nachbehandlung und Medikamente.